So berichteten die Medien über Wagners "Tristan und Isolde" an der Göteborger Oper, März 2003:
Ich finde es sehr schön, daß die Göteborger Oper einen jungen schwedischen Dirigenten für solch ein Prestige-Aufgabe gewählt hat, und noch schöner ist, daß Patrik Ringborg eine so fantastische Figur macht. Es ist kammermusikalisch, es ist intelligent, es ist sensuell, und es wird sehr gut gespielt und gesungen.
Wir werden sehen, was die Stockholmer Oper zu bieten hat, wenn man dort im nächsten Jahr Tristan spielt. Jetzt hat jedenfalls die Göteborger Oper die musikalische Latte sehr hoch gelegt.
(Schwedisches Staatsfernsehen, 01.04.2003)
... Aber trotzdem wird es eine höchst sensuelle Vorstellung, die die intime Berauschung Wagners Musik hervorhebt. Der Grund ist nicht wenig das eminente Orchesterspiel unter der Leitung von Patrik Ringborg. Welche einzigartige Schärfe und Transparenz Ringborg in seiner Interpretation hat! Welch eine melodische Wärme und klangliche Kontrastwirkung! Das Leitwort scheint "lyrische Intensität" zu sein, welches auch gilt für die Art, in welcher gesungen wird. ... Gestaltet wurde ein aus der deutschen Lieder-Tradition heraus interpretierter Wagner, so, als ob Schubert und Schumann mitkomponiert hätten. Das Resultat ist einzigartig.
(Göteborgsposten, 31.03.2003)
Patrik Ringborg leitet das wohlklingende Orchester der Göteborger Oper kontrolliert und exakt bemessen, um, wenn es begründet ist, die Phrasen zu Peitschenhieben werden zu lassen. Es ist Wagner für unsere Zeit (hier zum ersten Mal in der neuen textkritischen Partiturausgabe der Richard-Wagner-Gesamtausgabe), - und es ist durchaus denkbar, daß man in Göteborg das zur Zeit beste Opernorchester des Landes hat. "Tristan und Isolde" in Göteborg ist nicht zuletzt deswegen eine Vorstellung, die musikalisch direkt zum Herzen geht.
(Svenska Dagbladet, 31.03.2003)
... vom Orchester kommt die Dramatik ... die intensiv und linienscharf wird, nicht zuletzt dank Patrik Ringborgs absolut sicherer Hand mit der Partitur und der nie fehlenden Detailschärfe im Orchester. ... Die ungebrochene Intensität des Orchesterspiels gibt Vielschichtigkeit für diese alles andere als uninteressante Tristaninterpretation.
(Aftonbladet, 31.03.2003)
An der Göteborger Oper wird bewegend und imponierend konsequent gespielt, und es gibt vieles, dem man Beifall zollt. Gleichzeitig gibt es bei beinahe jeder Gelegenheit etwas zum Diskutieren.
Patrik Ringborg ist der junge Dirigent, der das Orchester in einer sehr innigen Interpretation von Wagners Musik leitet, zeitweise ist es unfassbar herrlich, daß er es wagt, mit den Pausierungen und dem Kammermusikalischen so genau zu sein.
(Sveriges Radio P1 - Kulturnytt, 31.03.2003)
... stattdessen ist es das Orchester, welches für den bleibenden starken Eindruck verantwortlich ist. Die Göteborger Oper hat einiges gewagt, wenn sie alle Darsteller in dieser Produktion debutieren läßt. Dieses tut der Dirigent Patrik Ringborg mit Bravour - ein so kammermusikalisches Durchleuchten der Partitur hört man selten. Sein Musizieren beinhaltet auch große Dynamik bei einem kraftvollen Orchesterspiel.
Bis ins kleinste Detail hinein ist Präzision groß, vor allem in den Holzbläsern.
(Tidskriften Opera, 04.2003)
Das Orchestervorspiel ist von dem Orchester der Göteborger Oper unter der Leitung von Patrik Ringborg schön herausgearbeitet.
(Expressen, 31.03.2003, GT, 31.03.2003)
Schon in der Einleitung des Vorspiels, mit dem berühmten Akkord, der als einer der ersten Nägel am Sarg der Tonalität gesehen werden kann, klingt die fiebrige Atmosphäre an, die das ganze Werk prägt, und Entspannung findet sich nicht vor den letzten Takten des Finales ein. Was dazwischen passiert, kann nur zusammegefaßt werden als ein Wunder, in dem Wort und Ton, Sänger und Orchester zu einer absolut vollendeten Einheit zusammengewebt wird...
Ein großartiger Akteur an diesen Abend war aber das Orchester der Oper, das unter der Leitung von Patrik Ringborg immer höhere Gefilde erreichte. Der Dirigent bot hier eine klanglich und in Tempofragen äußerst balancierte Interpretation voller Spannung, genauso wie es im "Tristan und Isolde" sein muß.
(Hallands Nyheter, 31.03.2003)
Patrik Ringborg arbeitet ein reifes Musizieren heraus. Das Orchester hat einen wundervollen Klang, und die Soloeinsätze sind gut beherrscht. Hier gibt es sinfonische Breite und dramatische Konsequenz. Die Betonung liegt auf "Musik" in dem Wort "Musikdrama". Göteborg hat auf Volumen, Ausdauer und musikalische Glaubwürdigkeit gesetzt.
(Sydsvenska Dagbladet, 31.03.2003)
Der die Zuhörer verzaubernde Effekt der Tristanmusik wurde von dem Dirigenten Patrik Ringborg und dem Orchester der Göteborger Oper äußerst verdienstvoll vermittelt.
(Skånska Dagbladet, 02.04.2003)
... ein bis in das Grenzenlose und beinahe Halluzinatorische gesteigerter Musik- und Gefühlsfluß. An der Göteborger Oper wird dieser Zustand ungewöhnlich deutlich mit der detailscharfen, kontrastreichen und klanggefüllten Wiedergabe der Partitur und der oft fast lyrisch angelegten Penetration der Vokalstimmen...
(Hallandsposten, 02.04.2003)
Weniges kann die viereinhalb Stunden dramatische Musik des Komponisten zerstören. Und sie wird prachtvoll umgesetzt von dem Orchester der Oper, das in dem Dirigenten Patrik Ringborg den Mann bekommen hat, der an erster Stelle die Inszenierung rettet.
(Kulturspeijlet, 30.03.2003, pluto.no)
Dirigent: Patrik Ringborg, sehr jung, führte das Publikum durch die fünf Stunden Gesang und Musik. Alle Details werden genau durchleuchtet. Das Orchester klingt wie eine Stimme.
(Dalslänningen, 06.05.2003)
Das Orchester der Göteborger Oper unter Ringborg trägt diese ganze Produktion mit wohlbekannter Autorität.
(Borås Tidning, 31.03.2003)
Das Orchester steht wie immer für eine Leistung wie aus einem Guss, diesmal unter der Leitung von Patrik Ringborg.
(Ulricehamns Tidning, 01.04.2003)
Aber es wird aufgewogen durch die musikalische Flutwelle, die aus der formidablen Klangquelle des Orchestergrabens ihren Gefühlsfluß vollkommen ausschüttete. Mit Kraft und Sensibilität führte der Dirigent Patrik Ringborg das Orchester der Göteborger Oper zu eine Triumph von Rang. Das Orchester klingt oft fantastisch, aber dieses Erlebnis war nahe am Überirdischen.
(KulturNytt i Sjuhärad, 05.2003)
Dem Dirigenten Patrik Ringborg gebührt Lob für ein klar und zurückgehaltenes Musizieren, das den Solisten - ohne Risiko, übertönt zu werden - Raum zum Nuancieren und weichen Phrasieren bietet.
(Børsen, 07.04.2003)
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