So berichteten die Medien über Verdis "Tosca" am Deutschen Nationaltheater Weimar, April 2008:
... Dazu einen jederzeit souveränen, äußerst genau agierenden Dirigenten, den jungen Schweden Patrik Ringborg, einen Meister der kalkulierten Ekstase.
Patrik Ringborgs bravouröses Dirigat
Ein äußerstes Lob indes gebührt jenem Mann, der nicht nur die heikle Partitur mit ihren überraschenden Synkopen, Takt- und Tempowechseln beherrscht, chromatischen Glanz leuchten lässt, sondern wohldosiert auch in Schönheit schwelgt: Patrik Ringborg dirigierte eine vorzüglich aufgelegte Staatskapelle und war - als geistesgegenwärtiger, sängerfreundlicher Koordinator des musikalischen Geschehens auch auf der Bühne - der Garant für eine nahezu perfekte, zutiefst aufwühlende Aufführung.
(Thüringer Landeszeitung, 21.04.2008)
Patrik Ringborg sorgt als Dirigent der gefeierten Staatskapelle für Zucker und Zunder, er lässt die Musiker die lyrische Schönheit der Partitur auskosten und verleiht den Schroffheiten Nachdruck, Blech und Schlagwerk dürfen tosen, und doch ist Lautstärke nie Selbstzweck, sie befeuert klug eingesetzt die Dramatik; nur in sehr seltenen Fällen haben die Sänger wenige Takte lang Schwierigkeiten, sich durchzusetzen. Als Scarpia vom Chor - einer geisterblassen Versammlung Blutleerer und Willenloser, allesamt Ableger des bigotten Messners (stark in dieser Nebenrolle: Renatus Mészár) - wie ein Gott gepriesen wird, da brüllt das Orchester auf; als Tosca und Cavaradossi vor der Hinrichtung von einer gemeinsamen Zukunft träumen, scheint die Flöte einen spöttischen Kommentar zu kichern.
(Thüringer Allgemeine, 20.04.2008)
Und schließlich ist es Gastdirigent Patrik Ringborg, neuer Generalmusikdirektor am Kasseler Staatstheater, der die Staatskapelle Weimar zu einem opulenten Klangpanorama anführt, vielschichtig zart in den lyrischen Passagen und voller Wucht in den dramatischen Szenen. Tosca ist in Weimar ein Glücksmoment der Oper.
(Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 21.04.2008)
(Hersfelder Zeitung, 21.04.2008)
Staatskapelle, Opernchor des DNT, Philharmonischer Chor Weimar und Kinderchor des Friedrich-Schiller-Gymnasiums sowie die hervorragenden Solisten laufen unter der Musikalischen Leitung von Patrik Ringborg zu konzertanter Hochform auf. ... Selten ist Oper so pur zu erleben und wurde eine Premiere so einhellig bejubelt wie am Sonnabend.
(Ostthüringer Zeitung, 21.04.2008)
Die Weimarer "Tosca" versammelt vieles, was eine gelungene Musiktheateraufführung auszeichnet: Die Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Patrik Ringborg und die Gesangssolisten insbesondere in den drei Hauptpartien boten eine durchweg überzeugende Leistung.
(Akrützel, 24.04.2008)
... weil die vom Kasseler GMD Patrik Ringborg detailversessen geleitete Staatskapelle Weimar, die noch im ersten Akt deutliche Zurückhaltung geübt und damit das Regiekonzept beglaubigt hatte, nun mit erheblichem Verismo-Pathos zur Sache schreitet und die Süße der Melodien vollends auskostet.
(Opernwelt, 06.2008)
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