Patrik Ringborg, Dirigent

So berichteten die Medien über Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" am Deutschen Nationaltheater Weimar, April 2006:

... weshalb Solisten, Chor und Orchester eine selten zu erlebende, qualitativ geschlossene Höchstleistung attestiert werden kann. ... Beim Chor-Marsch in die Verbannung besaß der Gesamtklang gar etwas Geisterhaftes, ließ schönste russische Seelenromantik spürbar werden.
Und über allen Klangwasser quasi schwebte Dirigent Patrik Ringborg, in dessen Hände die Göteborger Oper jüngst sämtliche Wagner-Vorstellungen legte. Was der schwedische Dirigent und die hervorragend disponierte Weimarer Staatskapelle samt elfköpfiger Band (an dynamischer Grenze) leisteten, verlangt hundertfache Bravi. ...
Ein Gast war es Samstag auch, der nicht nur angesichts seiner stattlichen Körpergröße die Premiere überstrahlte: der schwedische Dirigent Patrik Ringborg. "Das Beste kam aus dem Graben", ernteten er und die Staatskapelle allenthalben Lob.

(Thüringer Allgemeine, 18.04.2006)

... Umzusetzen ist auch die drastische Erotik des Stückes. So wird in diesen drei einviertel Stunden im Orchestergraben und auf der Bühne "viel Liebe gemacht". ...Das Sängerteam kann sich auf seine hochmotivierten Orchesterkollegen unter Patrik Ringborg verlassen. Enorm flexibel realisiert die Staatskapelle eine dynamische Spreize von brutalstem Tutti bis hin zu sehr ruhigen kammermusikalischen Passagen.
(Thüringer Landeszeitung, 18.04.2006)

Die aufregenden, spannungsgeladenen Bilder werden von Dirigent Patrik Ringborg und der Staatskapelle noch einmal durch extreme musikalische Kontraste in ihrer Wirkung gesteigert. Tosender Blechbläserlärm wechselt mit feinen, kaum hörbaren Streicherpassagen ab. Die Farce, die bis ins Absurde gesteigerte Tragödie wird wunderbar deutlich.
(BR 5 aktuell, 17.04.2006)

Es ist eine gewaltige, gewalttätige, zarte, zärtliche, böse und auch böswillige Musik, eine große Collage, die zwischen Erhabenem und Niedrigem nicht trennt. Die abrupt wechselt von der lyrisch-melodiösen Liebessehnsuchtsarie zum rhytmischen Stoßen von Vergewaltigung oder Liebesakt. Es ist eine Musik, die kein Blatt vor den Mund nimmt, in höchstem Maße filmisch, und die dem Hörer unverblümt zeigt, wo's langgeht und was sich unter den Masken verbirgt. Eine Musik, die höchste Wachheit und Präzision verlangt, zu der am Sonnabend der Opernchor des DNT, der Philharmonische Chor Weimar, die Sänger des Hauses und Mitglieder des Opernstudios und die Staatskapelle Weimar in Hochform zu erleben sind. Der Schwede Patrik Ringborg als musikalischer Leiter errichtet und beherrscht diesen zwischen Wohlklang und Kakophonie changierenden Kosmos jeden Moment der begeistert aufgenommenen dreieinhalbstündigen Aufführung.
(Ostthüringer Zeitung, 18.04.2006)

Am Ende gibt es euphorischen Applaus für eine grandiose Besetzung... Jubel vor allem für die Staatskapelle Weimar und den Dirigenten Patrik Ringborg, die eine enorme Klangpracht entfalten, jedes musikalische Detail mit Liebe gestalten und in den orgiastischen Szenen keine Skrupel vor Lautmalerei haben. Kurz: ein Muss für Schostakowitsch-Fans.
(Leipziger Volkszeitung, 19.04.2006)

Am vergegangenen Samstag hob sich der Vorhang zur dortigen Erstaufführung - einer genialen Umsetzung von Schostakowitschs Meisterwerk. ... Patrik Ringborg fasziniert als Dirigent ebenso wie die mit ungeheuer Schwung arbeitende Staatskapelle. ... Die Musik nimmt - ebenso wie die Regie - Anteil am Schicksal der nach Sibirien verbannten Sträflinge... Eindringlich, imposant, unvergesslich.
(Gießener Allgemeine, 19.04.2006)

Die Staatskapelle übertrifft sich unter der Leitung von Patrik Ringborg geradezu selbst! Ringborg gelingt das Kunststück, das Grandiose, auch Gigantische, und das Groteske der Musik prachtvoll aufleuchten zu lassen. Dennoch überdeckt er nie seine fabelhaften, stets vorbildlich textverständlichen Sänger.
(Freies Wort, 31.05.2006)

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