So schrieb die Presse über Henzes "Orpheus" am Aalto-Theater Essen, September 2001:
Das dritte grosse Sagen hat, statt Eurydike, Henzes Orchester. Es wird von dem jungen schwedischen Kapellmeister Patrik Ringborg glänzend geleitet und erscheint mit vollem Recht beim Schlussvorhang auf der Bühne.
Henzes "Orpheus"-Musik schillert in vielen Farben. Sie ist außerordentlicher Steigerungen fähig, die jedes Corps de ballet in die Luft zu werfen versteht, sie ist überaus gestenreich, suggestiv, in ihren lyrischen Momenten betörend wohlklingend. Sie ist meisterlich. Sie redet der Choreographie nicht nach dem Mund, sondern fordert sie ausdauernd heraus. Ihr geht der große Atem nicht aus. Sie stellt hohe Ansprüche an sich selbst, aber auch an die Choreographie, der es gelegentlich schwer fällt, mit Henzes musikalischem Ideenreichtum Schritt zu halten:
"Orpheus" ist ein Ballett zum Hören. Das waren seit Strawinskys "Sacre" durchaus nicht die schlechtesten Stücke.
(Berliner Morgenpost, 17.09.2001)
Mehr noch wusste die "Orpheus"-Musik, warm und differenziert gespielt von den Essener Philharmonikern unter Patrik Ringborg, über ihren Schöpfer zu berichten; von der Verbundenheit mit Strawinsky, dem Farbenreichtum von Henzes Wahlheimat Italien und von seiner Nähe zum Publikum mit der modernen, populären Vermischung der Stile.
(Westdeutsche Zeitung, 17.09.2001)
Sicher führte Patrik Ringborg die Essener Philharmoniker durch die facettenreiche Partitur, in die sich Henze sowohl mit den ersten Vertonern Poliziano und Monteverdi bis hin zu Wagners Tristan auseinandersetzt und deutlich als Antipode zu Gluck hervortritt.
(Der Opernfreund, 4.2001)
Unter der Leitung von Patrik Ringborg gelang es den Essener Philharmonikern, das differenzierte Klangbild plastisch zu vermitteln.
(Westfälischer Anzeiger, 17.09.2001)
Der Ballettabend wurde zu einem Triumph für Henzes Musik. Mit ihrer kontrastierenden Instrumentierung hat sie bis heute ihre Bannkraft erhalten, was die Essener Philharmoniker unter Patrik Ringborg hervorragend bestätigen.
(Kölner Stadt-Anzeiger, 27.09.2001)
Nichts zu wünschen übrig ließen die Essener Philharmoniker unter Patrik Ringborg und die Galabesetzung...
(Ruhr-Nachrichten, 18.09.2001)
Ein Abend, an dem die Essener Philharmoniker unter der Leitung von Patrik Ringborg souverän die grandiose Orpheuspartitur meistern.
(theater pur, 9.2001)
... eine Sternstunde feiern kann.
Gleiches gilt für Essens Philharmoniker, die unter Patrik Ringborg die schwierige Partitur ungemein transparent auffächern und der geradezu körperhaften Musik vibrierend Spannung verleihen.
(Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 17.09.2001)
Seine Orpheus-Partitur ist gläsern schön von unerhörtem Farben- und Facettenreichtum und von ausgesuchter und ungewöhnlicher Instrumentation vom zärtlichen Solo bis zum dramatisch auftrumpfenden Klangereignis. ... Die Essener Philharmoniker unter Patrik Ringborg musizierten ihren wichtigen Part mit Hingabe, Transparenz und Verve und ließen erkennen, dass hier die Musik mit dem Tanz eine Einheit bildet.
(Westfälische Rundschau, 18.09.2001)
(Die Musik) beeindruckte jedenfalls in ihrer Wiedergabe durch die Essener Philharmoniker unter der enorm intensiven Leitung von Patrik Ringborg wie vor einem Vierteljahrhundert durch ihre explosive Wucht und ihre beseelte Lyrik - eine Musik, die in der Lage ist, Frieden zu stiften und Menschen mit einander zu versöhnen.
(Stuttgarter Zeitung, 17.09.2001)
Und es ist rühmenswert, wie überlegen die Musik von den Essener Philharmonikern unter dem jungen Dirigenten Patrik Ringborg realisiert wurde - in ihrer vornehmlich neoklassizistischen Aura, ihrer ganz spezifischen Expressivität, die sich in Anspielungen zwischen feinsten sinnlichen Wirkungen und gewaltsamen Klangentladungen bewegt. Ein Hör-Abenteuer ersten Ranges.
(Neue Ruhr Zeitung, 17.09.2001)
Zurück zur Presseseite
Copyright ©September 2001.