Patrik Ringborg, Dirigent

So schrieb die Presse über Humperdincks "Hänsel und Gretel" am Aalto-Theater Essen, Dezember 2000:

Patrik Ringborg und die Essener Philharmoniker spielen Humperdinck außerordentlich klangschön und differenziert, gehen einer allfälligen musikantischen Gemütlichkeit aus dem Weg, setzen hingegen immer wieder zu leisen Wehmutswandlungen an. Und auch das Dunkle, Bedrohliche dieser häufig unterschätzten Musik klingt in feiner Dosierung immer wieder auf. "Hänsel und Gretel" ist also auch hörenswert.
Einhelliger Beifall!

(NRZ, 11.12.2000)

Und gerade weil der Kapellmeister Patrik Ringborg dieses Werk nicht zu leicht nimmt, gewinnt die Essener Aufführung an klaren Konturen, an Geschlossenheit. Ringborg lässt die Philharmoniker elegant und spannungsreich aufspielen, weiß um die gar nicht so weite Ferne des Hexentanzes zum Walkürenritt.
(WAZ, 11.012.2000)

Die Spannung der Aufführung wird... durch die Humperdincksche Musik, die Patrik Ringborg am Pult der Essener Philharmoniker mit schönen, fast poetischen Streicher-Klangteppichen ausmalt, (bezogen). Der junge Dirigent vermeidet lärmende sinfonische Dichtung und Blechgeschmetter undläßt auch solistischen Feinheiten ihr Recht.
(Westfalenpost, 11.12.2000)
(Opernbesprechungen, 12.2000)

Am Pult der Essener Philharmoniker stand deren Erster Kapellmeister Patrik Ringborg. Er trug das Sängerensemble wie auf Händen, drehte den Wagnerschen Orchesterklang nur dort auf, wo es sich geziemte. Begeisterter Applaus durch die Bank.
(Westfälische Nachrichten, 11.12.2000)

Ruhig, gelassen und mit viel Gefühl für etliche Ruhepunkte geht Patrik Ringborg am Pult der leuchtkräftig aufspielenden Essener Philharmoniker die Partitur an. Mag sein, daß an einigen Stellen eine etwas forschere Gangart angebracht wäre. Letztlich kommt jedoch die Poesie des unverwüstlichen Dauerbrenners gebührend zu ihrem Recht.
(Nachrichten, 15.12.2000)

Der geschlossene Vorhang ließ uns einzig und allein auf die Musik konzentrieren. Ausdrucksstark interpretierte Patrik Ringborg das Anfangsstück, das den Zuhörer ahnen ließ, was noch kommen mochte. Eine breite Dynamikspanne vom pizzicato im Pianissimo bis zur kraftvollen Klangfülle im Fortissimo machte das Können der Musiker deutlich. Witzige Akzentuierungen sorgten für Überraschungsmomente. Diese Details zeigten, dass auch die Musik allein etwas erzählen und Spannung erzeugen kann. Auch im weiteren Verlauf der Oper stach das technische Know-how der Instrumentalisten durch wunderschöne Solopartien zum Beispiel in der Violine heraus.
(Online Musik Magazin, 1.2001)

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