So schrieb die Presse über Strauss' "Elektra" am Theater Freiburg, Februar 2007:
Höchste Zeit, vom fulminanten Orchester zu reden. Unter Patrik Ringborgs souveräner, den im Rahmen des Möglichen immer wieder fein das Terrain bereitenden Leitung wuchsen die Freiburger Philharmoniker bei dieser Nervenmusik über sich hinaus - dass auch sie beim Schlussapplaus die Bühne betraten ... war folgerichtig. Zu hören war ein überreiches Kaleidoskop der Farben. Von der lyrischen, oft kammermusikalische Regionen aufsuchenden Reduktion bis zur Kraftentladung war in bruchlosem Fließen und überaus sinnlich ausgebreitet alles im Angebot. Besonders schön die vom Kontrafagott gestützten Holzbläser. Geradezu kulinarisch klang die Musik dort, wo sich bereits der "Rosenkavalier" ankündigt.
(Badische Zeitung, 20.02.2007)
Getragen von der kraftvollen, sorgfältig ausgefeilten musikalischen Interpretation des Dirigenten Patrik Ringborg ist hier ein Opernabend zu hören, der einen angreift. Besseres kann man von einer Elektra nicht sagen.
(SWR 2, 19.02.2007)
Strauss' hartkantige, hoch expressive Musik lässt keinen unberührt. Auch am Freiburger Theater nicht, wo der neue GMD Patrik Ringborg das Philharmonische Orchester zu packenden Wirkungen und feinsten Farbschattierungen auf engstem Raum führt und es dort von all dem Schrecklichen erzählen lässt, das den Menschen hier widerfuhr: von Gewalt, von Verletzungen, von Morden und von Blut.
(Stuttgarter Nachrichten, 20.02.2007)
Eine enorm schwierige Partitur, weswegen einem das, was an Ekstase ebenso wie an differenzierter Tongebung vom Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Patrik Ringborg zu hören war, Bewunderung abbringen muss.
(Südkurier, 20.02.2007)
Am Freiburger Theater führt der neue Generalmusikdirektor Patrik Ringborg das Philharmonische Orchester zu packenden Wirkungen und feinsten Farbschattierungen und lässt es von all dem Schrecklichen erzählen, das den Menschen hier widerfuhr.
(Schwarzwälder Bote, 20.02.2007)
Keineswegs nur als höfliche Geste durfte es gelten, dass reicher Applaus auch das gesamte Orchester auf die Bühne rief. Schliesslich hatte Patrik Ringborg, der derzeitige Interims-Chefdirigent, aus dem Orchestergraben nicht nur einen beiläufigen Soundtrack geliefert, sondern präzise dosierte dramatische Impulse zu einem finsteren Stück Welttheater.
(Basler Zeitung, 20.02.2007)
Hier dimmt Patrik Ringborg sein vor allem in den Bläsern kultiviert klingendes Orchester auf Geisterbahn-Dämmer, so wie er immer gestisch nah dran bleibt am Klanggeschehen. Bedächtig, ja langsam kostet er die Wahnsinnspartitur aus, setzt diszipliniert dynamische Spitzen, bleibt dabei stehts sängerfreundlich, liefert fast Feenmusik statt Antikegewitter.
(Die Welt, 21.02.2007)
In dieser behutsam geformten Szene treffen sich auch Regie und musikalische Darstellung. Denn Patrik Ringborg, der Dirigent und Interimschef, und das vorzüglich disponierte Philharmonische Orchester Freiburg ziehen die leiseren Klangwerte häufig vor. Sie vergessen darüber nicht, dass die fortgeschrittenste strausssche Oper ein Abbild der verrotteten Psychen ist und es in ihr andauernd zuckt und brodelt.
(Stuttgarter Zeitung, 22.02.2007)
Nicht oft ist in einer Oper das Geschehen auf der Bühne so intensiv im Orchestersatz verwurzelt. In diesem Sinne war Patrik Ringborg ein straff führender und feuriger Klangregisseur vor einem hellwach agierenden Orchester. So ist in der überzeugenden Einheit von szenischer wie musikalischer Leistung diese "Elektra" das rundweg Spannendste, was die Freiburger Opernsparte in dieser Spielzeit bislang zuwege gebracht hat.
(Offenburger Tageblatt, 21.02.2007)
... eine überaus filigrane, ungewohnt zerbrechliche Struktur.
Das passt gut zum Dirigat von Chefdirigent Patrik Ringborg. Er führt das Philharmonische Orchester von Höhepunkt zu Höhepunkt, kontrolliert aber Rausch und Ekstase wie ein Psychoanalytiker am Pult. Strauss hätte seine Freude gehabt an soviel Empfindsamkeit gegenüber seinem "ohnehin so laut komponierten" Stück. Ein Abend der wohltuenden Überraschungen...
(Opernwelt, 04.2007)
(Bönnigheimer Zeitung, 23.02.2007)
Das wirklich Erlebenswerte liegt hier primär im Musikalischen. Größte Hochachtung für Patrik Ringborg am Pult, der mit Disziplin, Furor und brillanter Feinzeichnung auch mit auf "normalere" Größe reduziertem Orchester (fast ohne Verluste) diese große, gewaltige, ja ihrerseits berserkerhafte Oper realisiert. Hut ab.
(Plan 14, 02.03.2007)
Am Ende zaubert das Philharmonische Orchester eine Walzerdekadenz, die bereits an den "Rosenkavalier" denken lässt. Zum großen Premierenjubel kommen Patrik Ringborg und seine Musiker geschlossen auf die Bühne und lassen sich feiern. Recht so.
(morgenweb.de, 20.02.2007)
(FRIZZ das Magazin, 03.2007)
Das Philharmonische Orchester zaubert hier eine Walzerdekadenz, die bereits an den "Rosenkavalier" denken lässt. Zuvor hatte Patrik Ringborg mit seinem Orchester diese "Elektra" um die Zwischentöne ergänzt, die bei Bieitos kontrastreichem Zugriff vielleicht etwas verloren gegangen sind. Und war wie bei den Agamemnon-Paukenschlägen immer zur Stelle, wenn die Handlung vom Orchestergraben aus dramatisiert wird. Weich klingt der Posaunenchor beim Erscheinen Orests, edel tönen die Holzbläser beim gegenseitigen Erkennen der Geschwister.
(Kulturjoker, 03.2007)
Aber zumindest einen fulminanten Erfolg konnte die Oper in der vergangenen Spielzeit verzeichnen. ... Die "Elektra" wurde unter Ringbors flexibel sängerfreundlichem Dirigat auch musikalisch zum Saisonhöhepunkt.
(Süddeutsche Zeitung, 04.04.2008)
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